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Dieter Sperl

geboren 1955

Diplomtheologe

wohnt in Bregenz

Kontakt: dieter.sperl@gmx.at

www.bachkantaten.com

Ich beschäftige mich seit dem Jahr 2010 intensiv mit dem geistlichen Kantatenwerk von Johann Sebastian Bach. Während seine Musik von Beginn an eine unwiderstehliche Faszination auf mich ausübte, musste das Verständnis der Texte über Jahre hinweg erarbeitet werden. Es gibt gut ein halbes Dutzend Werk-einführungen von namhaften Musikexperten (die von mir auch eifrig zitiert werden, weil ich weder das Rad neu erfinden kann noch mich mit fremden Federn schmücken will), die aber alle im wesentlichen nur musikalische Aspekte im Fokus haben und Textfragen bestenfalls oberflächlich erörtern. Eine sehr ausführliche und akribische Textexegese liefert meines Wissens nur der Theologe Martin Petzoldt, der sich aber auf eine Darstellung der zeitgenössischen Theologie  beschränkt, und ich werde den Verdacht nicht los, dass er diese heute noch für aktuell hält. Damit bleibt es bei einer musealen Darstellung ohne Bezug zu unserer heutigen Lebens- und Glaubenswirklichkeit. Das aber ist genau das Thema, das mich umtreibt: Wenn Kantaten, deren Musik uns so viel gibt, unlösbar mit ihren Texten verwoben sind, dann müssten doch auch letztere wieder zum Sprechen zu bringen sein, trotz dazwischen liegender Aufklärung, trotz wiederholter Welt-untergänge durch zwei verheerende Kriege. Das ist mein Ansatz. Antworten kann auch ich keine geben. Aber ich kann Fragen stellen, die vielleicht ins Offene weisen. Ob das Vorhaben gelungen ist, darf ich Ihrem Urteil überlassen.

Der Hörer ist allein mit Bach, der seine Seele mit dem wunderbaren Frieden, den er im Herzen trug, stille macht und ihn hinaushebt über alles, was war und ist und kommt. Wenn die Töne verklungen sind, ist es, als müsste man stille sitzen bleiben und mit gefalteten Händen dem Meister für das danken, was er dem Menschen gibt.

Albert Schweitzer

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